„Unsere Pflegekräfte wissen meist, was gesund ist – oft fehlt nur der Anstoß sich selbst zu priorisieren.“
– Miriam Dempewolf, Leitung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Miriam, was versteht ihr am skbs unter BGM?
Wir unterstützen Mitarbeitende, Teams und Führungskräfte durch Prävention, individuelle Begleitung und gezielte Teamangebote. Besonders in der Pflege ist das wichtig: Hier treffen hohe körperliche und mentale Anforderungen auf Schichtarbeit und zusätzliche Belastungen im Privaten. BGM ist ein Kulturthema und muss durch die gesamte Organisation gelebt werden – durch Vorgesetzte und jeden Einzelnen. Wir bilden dabei die Schnittstelle zu verschiedensten Akteuren. So arbeiten wir zum Beispiel auch sehr eng mit den Kolleginnen und Kollegen des skbs ina zusammen.
Welche Angebote gibt es konkret – und was ist speziell für die Pflege relevant?
Wir arbeiten auf drei Ebenen:
Allgemeine Gesundheitsangebote, z. B. Kooperationen mit Fitnessstudios, digitale Tools oder das Fit-&-Healthy-Programm.
Teammaßnahmen, bei denen wir gemeinsam mit Führungskräften analysieren: Wo drückt der Schuh? Was braucht dieses Team?
Individuelle Begleitung – gerade nach längeren Erkrankungen oder bei dauerhaften Belastungen. Aber auch, wenn jemand präventiv etwas für die eigene Gesundheit tun möchte.
Speziell für Pflegekräfte achten wir auf schichtkompatible Angebote und stellen Inhalte so zusammen, dass sie zur jeweiligen Station oder Funktion passen. Hier geht’s nicht um Gießkannenprinzip, sondern um echte Nähe zum Alltag.
„Seit Ende 2024 unterstützen uns zwei Gesundheitspartnerinnen – mit Fokus auf 1:1-Begleitung. So können wir Kolleginnen und Kollegen noch besser und individueller begleiten.“
– Miriam Dempewolf, Leitung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Was sind aktuell die größten Herausforderungen?
Ganz klar die psychische Belastung. Neben körperlichem Stress – Laufen, Heben, Schichtdienste – erleben viele auch den Spagat zwischen Dokumentation, Technik und dem Wunsch, mehr Zeit für Patienten und Patientinnen zu haben. Dazu kommen private Themen, wie pflegebedürftige Angehörige oder gesellschaftliche Krisen.
Deshalb liegt unser aktueller Fokus auf psychischer Gesundheit: Gesprächsangebote, Aktionsmonate, Stressbewältigung. Wir begleiten, vernetzen, ermutigen – immer mit dem Ziel, das Thema im Arbeitsalltag bewusst(er) zu machen.
Wie sieht die persönliche Begleitung konkret aus?
Unsere neuen Gesundheitspartnerinnen begleiten Mitarbeitende individuell – vor, während oder nach belastenden Phasen. Wir führen keine Therapien durch, sondern helfen dabei, passende Angebote zu finden, realistische Ziele zu setzen und dranzubleiben. Oft ist es genau das, was am meisten fehlt: jemand, der mitgeht und erinnert.
Und wie wird das Angebot angenommen?
Sehr gut – vor allem aus der Pflege. Wir erleben, dass schon kleine Impulse einen Unterschied machen können, wenn sie zur richtigen Zeit kommen.
Und was ist eure wichtigste Botschaft?
Wir rücken #deinegesundheit in den Mittelpunkt. Denn Gesundheit ist nichts, das man mal eben „erledigt“. Sie ist individuell, täglich neu – und verdient Aufmerksamkeit. Dabei unterstützen wir gern.
Du willst mehr über das BGM am skbs wissen oder direkt mit dem Team Kontakt aufnehmen?
Dann melde dich gerne direkt bei Miriam
Miriam Dempewolf
bgm@skbs.de
+49 531 595 1182
