Herr Schmidt, wie sieht Ihre Arbeit als Stationsleitung im HKL aus?
Ich bin als Stationsleitung im Herzkatheterlabor tätig – das heißt, ich übernehme die organisatorische und personelle Verantwortung für den gesamten Bereich. Zu meinen Aufgaben gehören vor allem Dienstplanung, Personalentwicklung, die Organisation von Fort- und Weiterbildungen und natürlich die Sicherstellung eines reibungslosen, qualitativ hochwertigen Ablaufs bei allen diagnostischen und therapeutischen Eingriffen.
Wie sind Sie ins HKL gekommen – und was haben Sie vorher gemacht?
Ich komme ursprünglich aus der Intensiv- und Anästhesiepflege – ebenfalls hier im Klinikum. In Notfallsituationen mit kardiologischem Ursprung ist das HKL oft der Ort, an dem schnell und effektiv geholfen werden kann. Die Eingriffe dort sind minimalinvasiv, aber mit enormem therapeutischem Effekt – ohne große OP.
Da lag es für mich nah, ins HKL zu wechseln, um meine Erfahrungen aus der Intensivpflege gezielt einbringen zu können.
Was macht das Arbeiten im HKL für Sie besonders – und wie unterscheidet es sich von klassischen Stationen?
Das Herzkatheterlabor ist ein hochdynamischer Bereich – hier treffen modernste Diagnostik, minimalinvasive Therapien und komplexe Technik auf akute Notfälle und schnelle Entscheidungen.
Die Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten ist meist kurz – zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden. Grundpflege spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle. Stattdessen geht es um Präzision, Technikverständnis und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wir arbeiten mit komplexer Medizintechnik und führen hochspezialisierte Eingriffe durch – das ist schon ein deutlicher Unterschied zu einer klassischen Pflegeeinheit.
Welche Rolle spielt das HKL innerhalb der Kardiologie?
Das HKL ist das operative Zentrum der invasiven Kardiologie. Hier werden Diagnostik und Therapie unmittelbar miteinander verbunden. Wir sind eng mit allen anderen kardiologischen Bereichen verzahnt, um eine umfassende, effektive Patientenversorgung auf höchstem Niveau sicherzustellen.
Wie sind die Arbeitszeiten im HKL organisiert?
Aktuell arbeiten wir montags bis freitags mit einer Kernzeit von 7 bis 16 Uhr. Es gibt kein klassisches Drei-Schicht-System. Für die Notfallversorgung an Wochenenden und Feiertagen oder außerhalb der Regelarbeitszeit gibt es einen geregelten Rufdienst. So stellen wir eine zuverlässige 24/7-Betreuung sicher.
Was übernehmen Pflegekräfte im HKL konkret?
Die pflegerische Arbeit im HKL lässt sich in drei Phasen einteilen:
1. Vorbereitung:
Pflegekräfte bereiten die Patientinnen und Patienten für den Eingriff vor – darunter die Vorbereitung der Punktionsstelle, die Verabreichung von Medikamenten sowie die Kontrolle der medizinischen Technik.
2. Assistenz während des Eingriffs:
Während der Katheterisierung assistieren sie den Ärztinnen und Ärzten aktiv – durch Überwachung der Vitalparameter (EKG, Blutdruck, Sättigung), das sterile Anreichen von Instrumenten und Kathetern, die Bedienung von Geräten und die Dokumentation. Auch das Notfallmanagement ist Teil ihrer Verantwortung.
3. Nachsorge:
Nach dem Eingriff versorgen Pflegekräfte die Punktionsstelle, beobachten den Zustand der Patientinnen und Patienten und sorgen für deren Stabilität und Wohlbefinden.
Die Arbeit ist technisch anspruchsvoll, vielseitig und verantwortungsvoll – deutlich abwechslungsreicher als in vielen anderen Pflegebereichen.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit im Team?
Im HKL arbeiten Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Funktionsdienste und Assistenzen eng zusammen. Unsere Teamkultur ist geprägt von flachen Hierarchien, offener Kommunikation und einem starken Miteinander. Jede Person bringt sich aktiv ein, wir treffen schnelle Entscheidungen und lernen kontinuierlich voneinander.
Und ganz persönlich: Was darf in Ihrer Kitteltasche nie fehlen?
Mein Telefon, um für mein Team erreichbar zu sein
Die Schlüsselkarte mit Zugang zum Arbeitsbereich
Ein paar Euro Kleingeld – für ein Brötchen oder einen süßen Snack aus dem Automaten
Wenn Sie eine Superkraft für Ihren Job haben könnten – welche wäre das?
Ich habe tatsächlich eine: mein Team. Ohne meine Mitarbeitenden wäre das alles nicht möglich. Ich bin sehr dankbar, Teil davon zu sein.
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