Mandy Affeldt

Vielseitig, verantwortungsvoll, verlässlich – Pflege in der Nephrologie

21. Januar 2026

Seit über 20 Jahren ist Mandy Affeldt Teil der Klinik für Nephrologie/ Rheumatologie am skbs – heute als Stationsleitung. Im Interview spricht sie über die Besonderheiten ihres Fachs, komplexe Krankheitsbilder, moderne Dialysetechnik und die enge Beziehung zu den Patientinnen und Patienten. Ergänzt wird der Beitrag durch Ann-Cathrin Wilhelmi, stellvertretende leitende MFA, die Einblicke in die Arbeit im Dialysebereich gibt.

„Manche Patientinnen und Patienten kenne ich seit über 25 Jahren – das ist sehr menschlich, aber auch emotional intensiv.“ – Mandy Affeldt, Pflegefachleitung Nephrologie

Mandy, du bist seit vielen Jahren im Bereich Nephrologie. Was macht die Arbeit für dich so besonders?

Mandy: „Die Nephrologie ist fachlich extrem vielfältig – wir betreuen Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichsten Erkrankungen. Es gibt klassische OP-Fälle, gefäßchirurgische Eingriffe, Patientinnen und Patienten mit Nierenversagen, chronischer Dialyse oder akuten Komplikationen. Wir führen Dialysen selbst durch, betreuen einen eigenen Eingriffsraum, in dem z. B. Katheter gelegt oder Nierenbiopsien durchgeführt werden.“

Ann-Cathrin ergänzt: „Und was viele nicht wissen: Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten oft über Jahre, manchmal Jahrzehnte hinweg – das schafft eine enge Bindung und gibt dem Beruf eine ganz besondere Tiefe.“

Was sind typische Aufgaben in eurem Pflegealltag?

Mandy: „Das hängt davon ab, ob man auf der Station oder im Dialysebereich arbeitet. Auf Station arbeiten wir im Drei-Schicht-System und betreuen viele unterschiedliche Fälle. Es gibt immer wieder unvorhersehbare Situationen – kein Tag ist wie der andere.“

Ann-Cathrin: „In der Dialyse ist der Ablauf etwas planbarer: dort wird im Früh- und Spätdienst gearbeitet, von Montag bis Samstag. Hier stehen die Bedienung und Überwachung der Dialysemaschinen im Fokus – technisch anspruchsvoll und fachlich sehr fordernd.“

Ann-Cathrin, ihr betreut viele Patientinnen und Patienten oft über Jahre. Wie beeinflusst das eure Beziehung?

„Man kennt seine Patientinnen und Patienten sehr gut und begleitet sie über viele Jahre. Dadurch erfährt man auch viel aus ihrem Privatleben. Mit vielen entwickelt sich ein inniges, aber trotzdem professionelles Verhältnis – mit einigen Patientinnen und Patienten ist man sogar per Du.

Wir sehen unsere Patientinnen und Patienten teilweise öfter als ihre Angehörigen. Diese Nähe bringt Verantwortung mit sich: Patientinnen und Patienten erzählen uns oft Dinge, die sie Ärztinnen und Ärzten nicht sagen würden. Dann ist es unsere Aufgabe, aufmerksam zu sein, weiterzugeben und zu vermitteln.“

Ann-Cathrin, wie erlebst du die Zusammenarbeit im Team?

„Gerade in schwierigen Situationen zeigt sich, wie wichtig ein gutes Team ist. Man kann sich jederzeit auf seine Kolleginnen und Kollegen verlassen – sei es bei schwierigen Punktionen oder wenn man bei einem Maschinenalarm nicht weiterweiß. Nicht alle Kolleginnen und Kollegen punktieren beispielsweise mit dem Sonogerät: Da unterstützen dann die, die sich damit auskennen. Jede und jeder ist ansprechbar, Fragen sind immer willkommen – das gibt Sicherheit und stärkt den Zusammenhalt.“

„Jede und jeder ist ansprechbar, Fragen sind immer willkommen – das gibt Sicherheit und stärkt den Zusammenhalt intensiv.“ 

– Ann-Cathrin Wilhelmi, Stellvertretende Leitende MFA Dialyse

Mandy, gibt es einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

„Viele! Besonders sind die Begegnungen mit Menschen – wie ein junger geflüchteter Patient, den wir mitten in der Nacht aufgenommen haben. Oder Situationen, in denen uns langjährige Patientinnen oder Patienten auf der Straße wiedererkennen oder uns mit einer herzlichen Geste überraschen. Das sind die Momente, die bleiben.“

Ann-Cathrin, was macht deinen Beruf für dich persönlich erfüllend?

„Ich gehe mit einem guten Gefühl nach Hause, wenn ich mir bewusst mache, dass unsere Patientinnen und Patienten ohne Dialyse nicht mehr leben würden. Wir sorgen dafür, dass sie – im besten Fall – noch viel Zeit mit ihren Familien verbringen können. Dieses Wissen gibt der Arbeit einen tiefen Sinn.“

„Wer ein Gespür für Technik und Lust hat, Verantwortung zu übernehmen sowie echte Patientennähe zu erleben
– der ist bei uns richtig.“ 
– Mandy Affeldt, Pflegefachleitung Nephrologie 

Mandy, was motiviert dich, dem skbs und der Nephrologie treu zu bleiben?

„Ganz ehrlich: das Team. Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten schon sehr lange hier – wir sind ein eingespieltes Team, das sich aufeinander verlassen kann. Dazu kommen die fachliche Vielfalt und die Entwicklungsmöglichkeiten in einem großen Haus wie dem skbs. 

Und ich habe z. B. meinen Leitungslehrgang vom Arbeitgeber bezahlt bekommen – das ist nicht selbstverständlich. Natürlich läuft nicht immer alles perfekt, aber alles in einem stimmt das Gesamtpaket.“

Mandy, wie sieht es mit Entwicklungsmöglichkeiten genau aus?

„Die Möglichkeiten sind wirklich breit: Praxisanleitung, Fachweiterbildung zur Dialysepflegekraft, Leitungsfunktion – ich selbst bin diesen Weg gegangen. Viele Fortbildungen werden vom skbs übernommen oder organisiert, z. B. Kommunikationsseminare oder Fachschulungen. Auch durch das große Netzwerk im Haus kann man sich gut weiterentwickeln und vernetzen.“

Was sollte man eurer Meinung nach mitbringen, um gut in der Nephrologie anzukommen?

Mandy: „Man braucht Verständnis für den Umgang mit chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Viele beschäftigen sich sehr intensiv mit ihrer Erkrankung und „therapieren“ sich teilweise selbst – das unterscheidet sie stark von akut erkrankten Menschen.“

Ann-Cathrin: „Außerdem sollte man keine Scheu vor Technik haben. Wir arbeiten mit vielen unterschiedlichen Dialysemaschinen, deshalb ist technisches Verständnis und Spaß an der Arbeit mit Geräten sehr hilfreich. Empathie, Flexibilität und Lernbereitschaft sind genauso wichtig.“

Und wenn man neugierig geworden ist?

„Dann einfach vorbeikommen! Interessierte Pflegekräfte können jederzeit bei uns hospitieren. Wir zeigen gern, wie unser Bereich funktioniert – und was ihn so besonders macht.“

Du willst wissen, ob die Nephrologie das Richtige für dich ist?

Dann melde dich direkt bei unserem Recruiting-Team. Wir freuen uns auf dich!

Kontakt
recruiting@skbs.de
+49  531 595 1639


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