„Die Fachweiterbildung hat mich fachlich und persönlich wachsen lassen – ich würde diesen Schritt jederzeit wieder gehen.“
– Sarah Geffers, Praxisanleiterin am skbs
Sarah, du bist schon lange Teil des skbs. Wie hat dein Weg hier begonnen?
Ich habe 2016 mit der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin begonnen – damals war ich gerade einmal 16 Jahre alt. Viele Kliniken nehmen Bewerber:innen in diesem Alter noch nicht auf. Umso dankbarer war ich, dass das skbs mir diese Chance gegeben hat.
Nach der Ausbildung bin ich auf einer allgemeinchirurgischen Station gestartet. Dort habe ich schnell gemerkt, wie viel man in einem Fachbereich lernen kann und wie sehr man sich im Laufe der Zeit spezialisiert. Schon relativ früh wusste ich, dass ich mich fachlich weiterentwickeln möchte – deshalb habe ich mich für eine Fachweiterbildung entschieden.
Hättest du damals gedacht, dass dein Weg dich einmal zur Praxisanleiterin führen würde?
Nein, überhaupt nicht. Als ich mich mit 16 beworben habe, war ich einfach nur froh, die Ausbildung beginnen zu können. Dass ich später eine Fachweiterbildung machen und irgendwann selbst Auszubildende begleiten würde, hätte ich mir damals nicht vorstellen können.
Rückblickend bin ich sehr froh über diesen Weg – und auch ein bisschen stolz darauf, wie sich alles entwickelt hat.
Warum hast du dich für die Fachweiterbildung in der Onkologie entschieden?
Während meiner Arbeit auf der Allgemeinchirurgie habe ich viele Patient:innen mit Krebsdiagnosen betreut. Oft waren das Menschen, die ihre Diagnose gerade erst erhalten hatten und mit der Situation völlig überfordert waren. Ich hatte damals häufig das Gefühl, ihnen nicht wirklich gerecht zu werden – einfach, weil mir das spezialisierte Wissen fehlte.
Die Fachweiterbildung in der onkologischen Pflege hat mir genau das gegeben: Mehr Fachwissen, mehr Sicherheit im Umgang mit Patient:innen und auch mehr Verantwortung im Pflegealltag. Außerdem durfte ich durch die Weiterbildung Tätigkeiten übernehmen, die vorher nicht möglich waren – zum Beispiel im Umgang mit bestimmten Therapien oder Zugängen.
Besonders spannend finde ich bis heute, wie vielseitig der Bereich ist: In der Onkologie arbeiten Pflegekräfte eng mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen, begleiten komplexe Therapien und unterstützen Patient:innen oft über einen längeren Zeitraum hinweg.
Wie wurdest du während der Weiterbildung vom skbs unterstützt?
Ein großer Vorteil war, dass das Klinikum die Weiterbildung vollständig finanziert hat. Ich habe weiterhin mein Gehalt bekommen und musste die Kosten nicht selbst tragen. Während der Weiterbildung war ich für den theoretischen Unterricht im Bildungszentrum vor Ort und hatte dort feste Ansprechpartner:innen, die uns durch Theorie- und Praxisphasen begleitet haben.
Wir hatten Blockunterricht und verschiedene Praxiseinsätze – vor allem im onkologischen Bereich. Besonders spannend fand ich immer die praktischen Einsätze, weil man dort das Gelernte direkt anwenden konnte. Grundsätzlich kann ich eine Fachweiterbildung wirklich jedem empfehlen, der sich fachlich weiterentwickeln möchte.
Was hat dir die Fachweiterbildung persönlich gebracht?
Sehr viel – fachlich, aber auch persönlich. In der Onkologie begleitet man Menschen oft über einen langen Zeitraum.
Eine Patientin habe ich zum Beispiel zuerst auf meiner Station kennengelernt, später in der Ambulanz wieder getroffen und schließlich auf der Palliativstation betreut. Das war eine sehr bewegende Erfahrung. Durch die Weiterbildung habe ich gelernt, mit solchen Situationen besser umzugehen – empathisch zu bleiben, aber mich gleichzeitig auch emotional abzugrenzen.
Heute bist du hauptamtliche Praxisanleiterin. Was genau gehört zu deiner Aufgabe?
Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die Begleitung von Auszubildenden während ihrer Praxiseinsätze im skbs. Im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung steht dabei die ganzheitliche Versorgung der Patienten:innen im Mittelpunkt.
Ziel ist es, den Auszubildenden pflegerische Tätigkeiten praxisnah zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, theoretisches Wissen sicher im Arbeitsalltag anzuwenden.
Besonders wichtig ist uns dabei der enge Austausch mit den Stationen, da sie eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Auszubildenden spielen.
Als Praxisanleiterin bin ich Ansprechpartnerin für Fragen, Unsicherheiten und Sorgen und unterstütze die Auszubildenden dabei, sich im Stationsalltag zurechtzufinden und Sicherheit in ihrem neuen Umfeld zu gewinnen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Arbeit ist die enge Zusammenarbeit der drei Lernorte – Theorie, Praxis und PflegeLab –, in denen ebenfalls praktische Anleitungen im geschützten Rahmen stattfinden. Zu meinen Aufgaben gehören außerdem regelmäßige Feedback- und Beurteilungsgespräche und Bewertung der Lernaufgaben im Lernbegleitbuch der Auszubildenden. Mir macht besonders Spaß, Auszubildende wachsen zu sehen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.
„Mein Karriereweg lässt sich für mich mit drei Worten beschreiben: lernen, wachsen, anleiten.“
– Sarah Geffers
Warum lohnt sich aus deiner Sicht eine Pflegekarriere am skbs?
Das skbs ist ein Maximalversorger mit vielen unterschiedlichen Fachbereichen. Dadurch kann man sehr viele Bereiche der Pflege kennenlernen und sich später spezialisieren. Außerdem gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungen, die häufig vom Klinikum finanziert werden.
Für mich persönlich ist aber auch wichtig, dass man hier viele Möglichkeiten hat, sich weiterzuentwickeln oder den eigenen Weg anzupassen. Wenn man merkt, dass man etwas verändern möchte, gibt es im Haus viele Optionen. Und ganz ehrlich: Nach zehn Jahren kann ich sagen, dass ich immer noch gerne zur Arbeit komme.
Du möchtest deine Pflegekarriere am skbs starten?
Dann bewirb dich direkt über unser Karriereportal: Link hinzufügen Bei Fragen rund um den Bewerbungsprozess melde dich gerne bei unserem Recruiting-Team recruting@skbs.de. Wir freuen uns auf dich!
